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Nachruf

VSF-Suisse, 24.08.2012

 

 
Rolf Kamber, Dr. med. vet. FVH, verstorben 29.06.2012
 
Am 13. Juli 2012 versammelte sich eine grosse Trauergemeinde in der Stadtkirche Uster, um von Rolf Kamber Abschied zu nehmen. Rolf war 49-jährig Ende Juni nach einer Ruptur der Aorta abdominalis unerwartet verstorben. Noch am 15. Juni referierte er anlässlich der ersten Schweizerischen Tierärzte­tage in Interlaken im Rahmen des Workshops von VSF-Suisse über sein Wissen um und seine Erfah­rungen beim Umgang mit Kamelen.
 
Nach dem Besuch der Primarschule in Hellbühl, der Kantonsschule in Reussbühl und dem Veterinär­studium an der Uni Zürich schloss Rolf im Jahre 1992 seine Ausbildung zum Tierarzt mit dem Staatsexamen erfolgreich ab. Assistenzjahre in der Praxis und an der Uni Zürich folgten und dienten der Weiterbildung. Seine Dissertation führte ihn 1993 nach Kenia und öffnete für ihn ein Umfeld, das ihn sowohl fachlich als auch inhaltlich nicht mehr losliess. Er löste die nicht ganz einfache Frage­stel­lung über mögliche Ursachen der in dieser Region weit verbreiteten Sterb­lichkeit von neugeborenen Kamelfohlen bestens und mit Überzeugung.
 
Im Jahre 1997 übernahm er zusammen mit seiner Frau Gra­ziana – auch eine Tierärztin - eine Praxis in Wermatswil bei Uster. Neben seiner Praxis war Rolf seit 1997 auch im öffentlichen Veterinärdienst, vorerst als Bezirkstierarztadjunkt, später als Be­zirks­tierarzt Uster tätig, war seit 2008 Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft Zürcher Tierärzte und unterrichtete mehrere Jahre an der landwirtschaftlichen Schule Oberland, Wetzikon ZH, bis diese ihre Tore schloss.
 
Rolf Kamber war mit Leib und Seele Tierarzt. Er bestach durch sein Fachwissen seine Seriosität, seine Hilfsbereitschaft, seine Initiative und seine Integrität. Auf der Suche nach Lösungen war er stets ein fairer, offener und konsensorientierter Partner. Er besass ein ihm eigenes Charisma, das Interesse und zugleich Vertrauen signalisierte. Er war sowohl bei seinen Berufskollegen als auch bei seiner Kund­­schaft äusserst beliebt und genoss hohe Anerkennung. Er engagierte sich vorbildlich für seinen Beruf, für seine Kundschaft aber auch für seine Familie. „Man kann das Leben nicht mit Stunden füllen, aber die Stunden mit Leben“ – Rolf hat seine Stunden ohne Zweifel nachhaltig gefüllt – und da­für sind wir ihm immer dankbar. Ihm wünschen wir Ewigkeit und seiner Frau Graziana und seinen drei Kindern viel Trost und Kraft.

 

Peter Rüsch für VSF-Suisse

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